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17. September 2020

Irgendwo in Italien

Rom. 17.09.2020

Bis hierher bin ich also in einer Woche gekommen. Mailand. Florenz. Rom. Vatikan. Ich bekomme so langsam ein genaueres Bild von dem, was in den letzten Wochen passiert ist und ich merke auch wer ich bin. Die Zeit von Juli bis September war eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Beziehung, Beziehungstrennung, Job gekündigt, Bewerbungsgespräch, Verlieben, Entlieben, mit meiner Familie wieder ins Reine kommen, Jakobsweg, doch kein Jakobsweg, Fotos machen, Fotos löschen, besten Freund um Rat fragen, Songs schreiben, in Melancholie versinken, raus gehen, leben. Wieder ich sein.

Das war ganz schön viel für das kleine Affenköpfchen. Also hab ich mich in den Zug gesetzt und bin nach Italien. Ein paar Menschen hatten hier ja echt viel Geduld mit mir in den letzten Wochen und manche eher weniger.

Ich würde euch nun gern einen Song zeigen, den ich vor einem Monat geschrieben habe, denn in jeder Umbruchphase meines Lebens, kreuzt immer ein Mensch meinen Weg, aus dem ich irgendwie die Kreativität für meine Musik ziehe. Mein Ziel ist es ja immer noch ein guter Indie-Folk-Songwriter zu werden. Leider nehme ich mir nur zu selten Zeit für meine Musik und wenn dann immer nur, wenn ich gerade nicht weiß wohin mit meinen Gefühlen.

Ich hoffe nun sehr „Blue Ocean“-Girl, dass du das hier irgendwann lesen wirst. Ich bin kein einfacher Mensch und ich bin auch nicht immer gut in dem was ich tue, doch Alles was ich mache das mache ich beherzt. Das wird dir jeder bestätigen können, der mich kennt. Für dich scheint das wohl im Nachhinein befremdlich zu sein. Ich kann das ein bisschen nachvollziehen. Für dich sind das nur ein paar blöde Fotos für Instagram. Für dich ist das nur ein peinlicher Song einer lausigen Musikerin. Für mich ist es die Dokumentation meines Lebens, meiner Emotionen und Ausdruck meiner Kreativität. Du siehst vielleicht nur wenig Wert darin, weil man sowas vielleicht an jeder zweiten Ecke wiederfinden kann.

Für mich ist Dies an manchen Tagen etwas woran ich mich festhalten kann, die Menschen die mich sehr gut kennen wissen warum. Ich bin nicht sonderlich klug oder habe große Begabungen. Meine Kreativität jedoch macht mich stolz und irgendwie glücklich. Du bist nicht in meinen Schuhen gegangen und ich nicht in deinen, du weißt auch wenig darüber woher ich komme und ich ebensowenig woher du kommst. Doch ich weiß, dass mancher Weg leichter ist und mancher eben ein bisschen schwerer. Ich möchte hier kein Mitleid erzeugen, nur trete manche Dinge nicht mit Füßen oder werte die Kunst eines Menschen unüberlegt ab, nur weil persönliche Ungereimtheiten zwischen einen stehen. Nenn mich schräg, komisch oder verrückt, das ist okay. Beleidige aber nicht meine guten Taten. Jeder Mensch macht Fehler. Entschuldige bitte.

Dieser Song ist dir und dieser chaotischen Zeit gewidmet.

Blue Ocean.mp3 (Bedroom-Demo)

Und für die, die nur Fotos schauen wollen. Mailand. Florenz. Rom. Mehr Fotos folgen. Veni. Vidi. Vici.

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